
Attersee
Auf dieser Seite
- Wassertemperatur im Attersee und beste Reisezeit
- Baden am Attersee: Badeplätze, Strandbäder und Bädercard
- Attersee-Schifffahrt und Atterseebahn
- Sehenswürdigkeiten am Attersee: Klimt, Schloss Kammer und die Pfahlbauten
- Aktiv am Attersee: Wandern, Radfahren, Segeln und Tauchen
- Welcher Ort am Attersee passt zu wem
- Ausflüge in der Umgebung und Programm bei Regen
- Unterkunft am Attersee, Camping und Gästekarte
- Häufige Fragen zum Attersee
Der Attersee liegt in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck und gehört zum Salzkammergut. Mit 46,2 km² ist er der größte See, der vollständig in Österreich liegt, und mit 169 Metern nach dem Traunsee der zweittiefste. Von Nord nach Süd misst er 18,9 Kilometer. Im Süden und Südosten fällt das Höllengebirge steil ins Wasser, nach Norden hin öffnet sich die Landschaft in sanftes Hügelland. Der ältere Name Kammersee taucht bis heute in Karten und Ortsbezeichnungen auf.
Berühmt ist der Attersee vor allem für sein Wasser: Er ist nährstoffarm, hat Trinkwasserqualität und bietet Tauchern eine Sichttiefe von bis zu 25 Metern. Für die Urlaubsplanung heißt das dreierlei. In jeder Seegemeinde gibt es kostenlose öffentliche Badeplätze, dazu sieben kostenpflichtige Bäder mit Becken, Rutschen und Kinderbereichen. Der See ist groß und tief, er erwärmt sich langsamer als kleinere Seen - hält die Temperatur dafür bis weit in den September. Und er funktioniert auch ohne tägliche Autofahrt, weil sich Atterseebahn, Schifffahrt und der Radweg am Ostufer gut kombinieren lassen.
Der Attersee in Zahlen
- Bundesland: Oberösterreich, Bezirk Vöcklabruck - Region Attersee-Attergau im Salzkammergut
- Fläche: 46,2 km² - größter zur Gänze in Österreich liegender See
- Maximale Tiefe: 169 m - nach dem Traunsee der zweittiefste See Österreichs
- Mittlere Tiefe: 85 m
- Länge: 18,9 km · größte Breite: 3,3 km
- Uferlänge: rund 48,5 km
- Seehöhe: 469 m ü. A.
- Volumen: rund 3.940 Mio. m³
- Zufluss und Abfluss: Zufluss ist die Seeache vom Mondsee, Abfluss die Ager Richtung Traun
- Wasserqualität: nährstoffarm, Trinkwasserqualität, Sichttiefe bis 25 m
- Wassertemperatur im Sommer: an den Badeplätzen meist 20 bis 23 °C, in den flachen Buchten im Norden auch etwas mehr
- Orte am See: Seewalchen, Schörfling, Weyregg, Steinbach mit Weißenbach, Unterach, Nußdorf und Attersee am Attersee
- Naturschutz: seit 2006 Natura-2000-Gebiet; die Pfahlbauten am Ufer gehören zum UNESCO-Welterbe
Für wen der Attersee passt und für wen eher nicht
Er passt zu Ihnen, wenn Sie klares Wasser suchen, gern zwischen mehreren Bädern wechseln, segeln oder tauchen wollen, Wanderungen mit Seeblick mögen - und wenn Ihnen wichtig ist, dass der Urlaubsort auch ohne Auto funktioniert.
Sehen Sie sich woanders um, wenn Sie einen kleinen, überschaubaren See mit sehr warmem, flachem Wasser suchen. Dafür ist der benachbarte Mondsee die bessere Wahl: flacher, wärmer und näher an Salzburg.
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Der Attersee ist der drittgrößte See in Österreich. Er befindet sich im Bundesland Oberösterreich - in der Region Attersee-Attergau. Der Attersee, der auch unter dem Namen Kammersee bekannt ist, ist der größte See Oberösterreichs. Für Naturliebhaber und Wassersportbegeisterte ist er ein wahres Paradies. Mit seiner kristallklaren Wasserqualität und der atemberaubenden Kulisse der umliegenden Berge zieht er jedes Jahr unzählige Besucher und Touristen an.

Anreise aus Deutschland
Berlin:
8 Std.
Hamburg:
10 Std.
München:
2,5 Std.
Köln:
8,5 Std.
Frankfurt:
6 Std.
Stuttgart:
5 Std.
Leipzig:
6 Std.
Was macht den Attersee so besonders?
Der Attersee zeichnet sich vor allem durch sein außergewöhnlich klares Wasser aus, welches unter anderem sogar Trinkwasserqualität aufweist. Außerdem sind in dem See einige seltene Fischarten zu finden, was ihn zu einem wahren Eldorado für Fischer und Naturfreunde macht.
Obwohl der Attersee eiszeitlichen Ursprungs ist, erreicht die Wassertemperatur im Sommer sogar bis zu 25 Grad Celsius.


Aktivitäten am Attersee
Der Attersee bietet eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten für einen perfekten Familienurlaub:
Schwimmen im kristallklaren Wasser
Windsurfen und Kitesurfen
Tauchen und Schnorcheln
Angeln
Segeln und Bootfahren
Wander- und Radwege
Die Region um den Attersee herum bietet mehr als 500 km gekennzeichnete Wanderwege. Anbei befinden sich drei interessante Routen auf die umliegenden Gipfel:
Schafberg (1.783 m): Dieser Berg ist teilweise mit der Zahnradbahn erreichbar und bietet einen Panoramablick auf den gesamten See. Die längere Strecke des Weges kann entweder zu Fuß oder mit einem Fahrrad bzw. Mountainbike zurückgelegt werden.
Höllengebirge (1.862 m): Hierbei handelt es sich um eine eher anspruchsvollere Route für erfahrene Wanderer. Man kann mit der Seilbahn bis hin zum Feuerkogel fahren und von dort aus weiterwandern.
Schoberstein (1.037 m): Bei der Wanderung auf den Schoberstein handelt es sich um eine mittelschwere Tour mit herrlichen Ausblicken auf den See. Die gesamte Wanderung bzw. Strecke ist zu Fuß zu erreichen.
Familienfreundliche Wanderwege
Attersee-Rundwanderweg (12 km): Ein etwas kleinerer Weg rund um den See. Diese Route ist außerdem auch für Kinderwägen geeignet. Der Rundwanderweg verfügt über einige schöne Ausblicke auf den See. Darüber hinaus kann man an einigen verschiedenen Stränden eine Pause einlegen und rasten.
Naturlehrpfad Weyregg (3 km): Ein kurzer, aber gleichzeitig unterhaltsamer und spannender Weg mit Informationstafeln über die regionale Flora und Fauna. Der Naturlehrpfad ist gut für Kinderwägen geeignet.
Märchenwanderweg Unterach (4 km): Eine unterhaltsame Wanderung, welche mit Märchenfiguren begleitet wird. Der Märchenwanderweg ist auch für Kleinkinder geeignet und teilweise mit Kinderwägen befahrbar.


Sehenswürdigkeiten in der Region
Schloss Kammer (2 km vom Attersee): Das Schloss Kammer ist ein charmantes Schloss am Seeufer mit einer äußerst umfassenden Geschichte. Besucher können die Architektur des Schlosses und die umliegenden schönen Gärten bewundern.
Gustav Klimt Zentrum (in Schörfling): Hierbei handelt es sich um ein Museum, das dem berühmten Maler gewidmet wurde, der regelmäßig seine Sommer am Attersee verbracht hatte. Es bietet neben Ausstellungen auch zahlreiche Workshops an.
Attergauer Aussichtsturm (7 km vom Attersee): Dies ist ein Aussichtsturm, der einen Panoramablick auf den See und die umliegenden Berge bietet.
Weißenbach am Attersee
Das wunderschöne Dorf Weißenbach am Attersee liegt am Westufer des Sees. Es ist vor allem für seine traditionellen Häuser und die angenehme Atmosphäre bekannt. Besucher können sich am örtlichen Strand entspannen und ausruhen oder beispielsweise einen Spaziergang in den umliegenden Wäldern unternehmen.
Strände am Attersee
Der Attersee verfügt über mehrere schöne Strände, die zum Baden bzw. Sonnenbaden einladen:
Strandbad Attersee: Ein großer Strand mit vielen Liegeflächen und einem Kinderspielplatz.
Strandbad Unterach: Ein Strand mit einem kleinem Sandstrand. Gut geeignet für Familien mit Kindern.
Seebad Litzlberg: Ein ruhiges Strandbad mit einem herrlichen Blick auf die Berge.

Unterkünfte am Attersee
Der Attersee bietet eine Vielzahl an Unterkünften für jedermann. Von luxuriösen Hotels über gemütliche Pensionen bis hin zu Ferienwohnungen findet hier jeder eine geeignete Unterkunft für den Urlaub. Einige Unterkünfte bieten einen herrlichen Seeblick und einen wunderschönen Ausblick auf die umliegenden Berge.
Unterkünfte mit einem Pool
Für diejenigen, die noch einen zusätzlichen Komfort suchen, bieten einige Hotels am Attersee Pools an. Solche Unterkünfte sind ideal, um sich nach einem anstrengenden Tag voller Entdeckungen in der Natur entspannen zu können.
Familienfreundliche Unterkünfte
Familien mit Kindern werden Unterkünfte mit Spielplätzen, Animationsprogrammen und Familienzimmern äußerst schätzen. Einige Hotels und Pensionen bieten spezielle Pakete für den Familienurlaub an.
Die beliebtesten Unterkünfte am Attersee
Hotel Post am Attersee - EMA Seerestaurant
Das Hotel Post am Atterseeliegt direkt am Seeufer des Attersees und bietet einen herrlichen Seeblick. Das Hotel ist vor allem für seine ausgezeichnete Küche im EMA-Seerestaurant bekannt. Hotelgäste können sich im Wellnessbereich entspannen oder direkt die vielen Wassersportmöglichkeiten am See nutzen.
Das Grafengut am Atterseeist ein luxuriöses Resort, das einige Apartments mit einem Seeblick anbietet. Es verfügt über einen eigenen Strand und einen eigenen Bootssteg. Gäste können den Wellnessbereich nutzen oder beispielsweise Fahrräder ausleihen, um die Region näher zu erkunden.
Das Hotel Schönberger am Atterseeist ein traditionelles Familienhotel mit einer freundlicher Atmosphäre. Es bietet eine Vielzahl an komfortablen Zimmern und eine ausgezeichnete österreichische Küche. Hotelgäste schätzen die Nähe zum See bzw. Strand und die vielen Wandermöglichkeiten in der Umgebung.
Boutiquehotel Aichinger am Attersee
Das Boutiquehotel Aichinger am Atterseeist ein stilvolles Hotel mit einem modernen Design und traditionellen Elementen. Der Panoramablick auf den See, der Sie in den meisten Zimmern erwartet, ist atemberaubend. Darüber hinaus können sich Hotelgäste über kulinarische Erlebnisse im Hotelrestaurant freuen.
Das Hotel Stadler am Atterseeist für Besucher, die gerne einen aktiven Urlaub erleben die ideale Wahl. Es bietet eine Fahrrad- und Bootsverleihstation direkt im Hotel. Gäste können die Nähe zum Golfplatz und die vielen Möglichkeiten zum Windsurfen genießen.
Einzigartige Unterkunft bei den Attersee
Interessante Links:
Wegbeschreibung zum Attersee:

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Wassertemperatur im Attersee und beste Reisezeit
Im Hochsommer liegt der Attersee an den Badeplätzen meist zwischen 20 und 23 °C. Das ist für einen Alpensee angenehm, aber kein Warmwasserbecken - und es kommt stark darauf an, wo Sie ins Wasser gehen. Am wärmsten sind die flachen Buchten im Norden bei Seewalchen, Schörfling und Attersee am Attersee. Am Südufer, wo das Höllengebirge steil abfällt, bleibt es auch im August spürbar frischer.
Der Grund liegt in der Größe: 46 km² Fläche, 85 Meter mittlere Tiefe und ein Wasservolumen von knapp vier Milliarden Kubikmetern. Diese Wassermasse braucht bis in den Juli, um sich aufzuwärmen - hält die Temperatur dann aber lange. Anfang September ist der Attersee oft noch wärmer als kleinere Seen, die schon wieder auskühlen.
Wassertemperatur nach Jahreszeit
- Frühling (März bis Mai): von rund 7 °C im März auf bis zu 19 °C im Mai - Zeit für Wanderungen, Radtouren und die ersten Taucher
- Sommer (Juni bis August): meist 20 bis 23 °C, in flachen Buchten zeitweise mehr - Badesaison, Hauptsaison, volle Bäder
- Herbst (September bis November): von etwa 21 °C im September auf unter 10 °C im November - der September ist die ruhigste Badezeit des Jahres
- Winter (Dezember bis Februar): um 4 °C, der See friert nur äußerst selten zu - Uferwege und Sternenhimmel statt Badetuch
Die tagesaktuellen Messwerte veröffentlicht die Region auf ihrer Seite zur Wassertemperatur am Attersee.
Wann Sie am besten fahren
- Juli und August: die einzige wirklich sichere Badezeit - dafür sind Bäder, Parkplätze und Unterkünfte am stärksten ausgelastet. Am Wochenende lohnt es sich, vormittags anzureisen.
- September: unsere Empfehlung für Familien mit kleineren Kindern und für alle ohne Schulferienbindung. Das Wasser hält noch, die Bäder sind leer, die Preise sinken. Die Badesaison der Strandbäder endet allerdings meist Mitte September.
- Mai und Juni: gut für Wandern, Radfahren und Schifffahrt, zum Baden Glückssache. Einige Bäder öffnen in diesen Monaten nur bei Schönwetter.
- Oktober: die schönste Zeit für die Aussichtsberge und die Schifffahrt im Nebel über dem See, aber ohne Badebetrieb.
Wetter: worauf Sie sich einstellen sollten
Gewitter kommen schnell und meist aus Westen. Am Attersee kündigen sie sich gut sichtbar an: Türmen sich am Nachmittag über dem Westufer die Wolken auf, ist es Zeit, vom Wasser wegzukommen - Segler und Surfer am See richten sich genau danach. Wer mit Kindern auf einem Steg oder weit draußen auf einem Stand-up-Board unterwegs ist, sollte diese halbe Stunde Vorwarnzeit ernst nehmen.
Der zweite Punkt betrifft den Wind. Bei stabilem Schönwetter setzt am späten Vormittag der thermische Nordostwind ein, den man hier Rosenwind nennt. Für Segler ist er das Markenzeichen des Sees, für Familien auf Luftmatratzen und Schlauchbooten bedeutet er: Treiben Sie nicht ab, der Wind hält bis in den Abend an und drückt vom Nordufer weg.
Und schließlich der Schatten. Die Liegewiesen am Ostufer liegen zur Sonne, am Nachmittag gibt es dort kaum natürlichen Schatten - Sonnenschirm oder ein Bad mit altem Baumbestand einplanen. Das Seebad Schönauer in Schörfling ist für seine schattigen Bäume bekannt.

Baden am Attersee: Badeplätze, Strandbäder und Bädercard
Baden ist am Attersee zweigeteilt. In jeder Seegemeinde gibt es öffentlich zugängliche, kostenlose Badeplätze - meist Liegewiesen mit Stufen oder Steg ins Wasser. Daneben stehen sieben kostenpflichtige Bäder, die zum Bäderverbund Attersee gehören und Becken, Rutschen, Kinderbereiche und Buffet bieten. Wer nur schwimmen will, braucht kein Ticket. Wer mit kleinen Kindern kommt, ist in den Bädern meist besser aufgehoben.
Ein Hinweis vorweg, der viele überrascht: Ein großer Teil des Ufers ist privat und nicht öffentlich zugänglich. Man kann rund um den Attersee nicht überall einfach ins Wasser. Deshalb lohnt es sich, die Badestelle vor der Anfahrt festzulegen.
Kostenlose Badeplätze
- Sprinzensteinpark in Attersee am Attersee - große Liegewiese mitten im Ort, Beachvolleyball, Spielplatz, Buffet. Vom Bahnhof Attersee zu Fuß erreichbar.
- Badeplatz des Landes Oberösterreich in Weyregg - mit rund 15.000 m² die größte Liegewiese am See, Badebuffet, freier Eintritt.
- Freizeitgelände Unterach - Buffet, Minigolf, Stockbahnen und Spielplatz am Südende des Sees.
- Europabad Weißenbach - ruhiger Badeplatz im Süden, unterhalb des Höllengebirges.
- Freibadanlage Litzlberg - gegenüber der kleinen Insel mit dem Schloss Litzlberg.
An den freien Badeplätzen gibt es in der Regel keine Aufsicht. Die Ufer fallen an vielen Stellen rasch ab, für Nichtschwimmer sind die Bäder mit abgegrenztem Kinderbereich die sichere Wahl.
Die sieben Bäder im Bäderverbund
- Erlebnisbad Attersee - beheiztes Becken mit 22 °C, Wasserrutsche in den See, Strömungskanal, Massagedüsen. Das Bad mit dem größten Spaßfaktor für Schulkinder.
- Strandbad Seewalchen - 10 Meter hoher Sprungturm direkt in den See, solarbeheiztes Becken mit langer Rutsche, Kinderbecken mit Sonnensegel, Bootsverleih und Wasserskischule. Geöffnet ab 9. Mai, in der Hochsaison von 9 bis 19 Uhr.
- Strandbad Weyregg - der wasserspeiende Drache Weyreggulix, solarbeheiztes Kleinkinderbecken mit 22 °C, Schwimminsel, Kletterberg im See, 6.500 m² Liegewiese, Minigolf und Tennis. Geöffnet Mitte Mai bis Mitte September, 8 bis 21 Uhr.
- Strandbad Unterach - ruhiges Familienbad am Südufer, Liegewiese und Rutsche, geöffnet Mai bis Ende September. In Mai, Juni und September nur bei Schönwetter.
- Solar Strandbad Steinbach - solarbeheiztes Becken, große Liegewiese, Bootsvermietung nebenan. Die ruhigste der sieben Anlagen.
- Seebad Schönauer in Schörfling - alter Baumbestand und damit echter Schatten am Nachmittag, was am Attersee selten ist.
- Seebad Nußdorf - flache Bucht am Westufer, Bootsverleih und Tauchbasis in der Nähe.
Welches Bad für welches Alter
- Kleinkinder: Weyregg oder Steinbach. Beide haben solarbeheizte Becken, in denen die Kinder auch dann bleiben können, wenn der See zu frisch ist.
- Nichtschwimmer: Unterach und Weyregg - abgegrenzte Bereiche und flacher Einstieg statt Stufen in tiefes Wasser.
- Schulkinder und Jugendliche: Seewalchen wegen des Sprungturms, Erlebnisbad Attersee wegen der Rutsche in den See.
- Wer Ruhe sucht: Schörfling oder Steinbach, und generell die Vormittage - der Betrieb setzt meist erst am frühen Nachmittag ein.
Eintritt, Bädercard und Parken
Tageskarten gibt es an der Kasse jedes Bades und vorab im Online-Ticketshop der Attersee Bäder. Wer länger bleibt, fährt mit der Attersee Bädercard günstiger - sie gilt in allen sieben Bädern.
- Saisonkarte 2026: Erwachsene 138 €, Schüler, Lehrlinge und Studenten 86 €, Familie 312 €
- Punktekarte 2026: Erwachsene 45 € für 40 Punkte, Schüler 28 € für 24 Punkte, Familie 92 € für 40 Punkte
- Punkteabzug je Eintritt: ab 8 Uhr 5 Punkte, ab 13 Uhr 4 Punkte, ab 16 Uhr nur noch 2 Punkte
Der Trick mit den Punkten: Ein Eintritt ab 16 Uhr kostet nur zwei Punkte statt fünf. Für Familien, die nach einem Ausflug noch schnell ins Wasser wollen, ist die Punktekarte deshalb oft die günstigste Variante - und der späte Nachmittag ist ohnehin die angenehmste Zeit, weil die Tagesgäste dann abfahren.
Parken kostet fast überall extra und ist im Juli und August das eigentliche Nadelöhr. In Weyregg zahlen Sie 2 € für 90 Minuten und 8 € für den Tag, in Seewalchen 1 € pro Stunde zwischen 10 und 17 Uhr von Mitte Mai bis Mitte September. Vor der Abfahrt lohnt sich ein Blick auf die Bäderampel mit der aktuellen Auslastung und auf die Parkplatzauslastung rund um den See. Wer die Parkplatzsuche ganz umgehen will, nimmt die Atterseebahn: Vom Bahnhof Attersee sind Erlebnisbad und Sprinzensteinpark wenige Gehminuten entfernt.
Was in den Bädern nicht erlaubt ist: Grillen und Hunde. Beides gilt in allen sieben Anlagen ausnahmslos. Mit Hund weichen Sie auf die öffentlichen Badeplätze aus und beachten dort die örtlichen Aushänge.


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Attersee-Schifffahrt und Atterseebahn
Die Schifffahrt ist der einfachste Weg, den Attersee als Ganzes zu sehen. Drei Schiffe der Künstlerflotte fahren zwischen Anfang April und Anfang November, in der Hauptsaison täglich mehrmals. Hauptanlegestelle ist Attersee am Attersee, weitere Stege liegen in Seewalchen, Kammer, Nußdorf, Weyregg, Stockwinkel und Unterach.
Die drei Rundfahrten und was sie kosten
- Rundkurs Nord - rund 1 Stunde 10 Minuten, vorbei an Schloss Kammer, den alten Sommervillen und der kleinen Insel Litzlberg. 22 € für Erwachsene, 11 € für Kinder. Die Fahrt für Familien mit kleineren Kindern.
- Rundkurs Süd - rund 2 Stunden 20 Minuten, Richtung Unterach unter die Felswände des Höllengebirges. 33 € und 16,50 €. Landschaftlich die eindrucksvollere Strecke.
- Große Seerundfahrt - rund 3 Stunden 40 Minuten um den ganzen See, gilt als Tageskarte. 41 € und 20,50 €.
Gut zu wissen: Kinder unter 6 Jahren fahren gratis, allerdings höchstens zwei pro Begleitperson. Der Kindertarif gilt von 6 bis 14,99 Jahren. Für Hunde zahlen Sie 5,50 € Aufpreis, für ein Fahrrad 7,50 €. Bei Schlechtwetter entfallen Fahrten. Preise Saison 2026, den tagesaktuellen Fahrplan finden Sie bei der Attersee-Schifffahrt.
Wo Sie parken - und warum das den Tag entscheidet
Direkt an der Anlegestelle in Attersee am Attersee gibt es öffentliche Parkplätze, aber als gebührenpflichtige Kurzparkzone mit maximal vier Stunden. Für die Große Seerundfahrt reicht das nicht. Am Bahnhof Attersee stehen für Schifffahrtsgäste kostenlose Parkplätze zur Verfügung - begrenzte Anzahl, fünf Gehminuten zum Steg. Der Betreiber empfiehlt für die große Runde ausdrücklich den Bahnhof. Wer das nicht weiß, steht nach dreieinhalb Stunden vor einem abgelaufenen Parkschein.
Aktueller Hinweis zum Wasserstand
Wegen des niedrigen Wasserstands können die Anlegestellen Kammer, Seewalchen und Parschallen bei Nußdorf derzeit nicht angefahren werden (Stand August 2026). Wenn Sie an einer dieser Stellen zusteigen wollten, prüfen Sie das vor der Anreise - der Betreiber informiert darüber auf der Website der Region.
Themenfahrten, die sich lohnen
- Klimt am Sonntag - Fahrt entlang ausgewählter Klimt-Motive mit kostenloser Führung um 11 Uhr, sonntags von Ende Mai bis Anfang September. Preis wie Rundkurs Nord.
- Pfahlbau-Fahrt - freitags im Juli und August, Rundkurs Nord mit Landgang zum Pfahlbau-Pavillon Seewalchen, Führung an Bord und an Land, Bastelmaterial inklusive. Das beste Angebot am See für Kinder ab etwa sechs Jahren.
- Nostalgiezug und Schiff - dienstags von Mitte Juli bis Anfang September, historischer Triebwagen der Atterseebahn plus anschließende Schifffahrt. Anmeldung erforderlich.
- Klimt-Kaffee-Jause und Antipasti-Fahrten - Nachmittagsfahrten mit Verpflegung an Bord, eher für Paare als für Familien.
Anreise ohne Auto: die Atterseebahn
Die Atterseebahn fährt ganzjährig auf 13,4 Kilometern Schmalspur von Vöcklamarkt an der Westbahnstrecke durch den Attergau bis Attersee am Attersee. Für Gäste aus Deutschland heißt das: mit dem Zug bis Attnang-Puchheim oder Vöcklamarkt, dann direkt an den See. Die Fahrzeuge sind modern und barrierefrei, es gibt eine App mit Echtzeitfahrplan.
Als Kombination bietet der Betreiber Bahn und Schiff Ahoi an: Hin- und Rückfahrt mit der Atterseebahn ab Vöcklamarkt plus Rundfahrt. Mit Rundkurs Nord 27,30 € für Erwachsene und 14,90 € für Kinder, mit Rundkurs Süd 36,30 € und 19,90 € (Saison 2026). Ein solcher Tag dauert je nach Kurs dreieinhalb bis fünf Stunden.
Mit der Salzkammergut Sommercard sind die Rundfahrten ermäßigt - für die Südrundfahrt werden 26,70 € statt 33 € genannt. Fragen Sie den Tarif an der Kasse nach, bevor Sie online buchen.
Und der Klassiker unter den Tagesplänen: mit dem Schiff in eine Richtung, mit dem Rad zurück. Die Fahrradmitnahme kostet 7,50 €, der Radweg am Ostufer ist der flachere Teil der Seerunde.

Sehenswürdigkeiten am Attersee: Klimt, Schloss Kammer und die Pfahlbauten
Der Attersee war Gustav Klimts Sommerort. Von 1900 bis 1916 verbrachte er fast jeden Sommer hier und schuf am See den überwiegenden Teil seiner Landschaftsbilder - darunter die Ansichten von Schloss Kammer, der Allee und der Häuser in Unterach. Wer sich für diese Seite des Sees interessiert, hat rund um Kammer und Seewalchen alles beisammen: Museum, Garten und einen Uferweg zu den Originalschauplätzen.
Klimt-Zentrum in Schörfling
Das Museum steht in Kammer, unmittelbar an der Allee von Schloss Kammer, die Klimt allein sechsmal gemalt hat. Neben der Dauerausstellung gibt es ein Klimt-Kino, Audioguides und ein Café. 2026 läuft ab dem 21. Mai die Ausstellung Poesie der Landschaft - Klimt und Teschner, in der Klimts Zeichnung Gertrude Flöge von 1912 nach vielen Jahren wieder am Attersee zu sehen ist. Die Saison endet im Oktober.
- Öffnungszeiten 2026: Mittwoch bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr
- Adresse: Hauptstraße 30, 4861 Schörfling am Attersee
- Parken: Parkplatz Kammer nach der Agerbrücke oder die Seepark-Parkgarage
Aktuelle Eintrittspreise und das Veranstaltungsprogramm finden Sie beim Klimt-Zentrum am Attersee.
Klimt-Garten und Klimt-Themenweg
Vor dem Zentrum liegt der Klimt-Garten, frei zugänglich und ohne Eintritt. Sechs Gemälde aus den Jahren 1907 bis 1916 waren die Vorlage für die rund 100 Quadratmeter große Anlage mit quadratischen Beeten, Seerosenbecken und Rosenhecken.
Der Klimt-Themenweg führt von Kammer-Schörfling entlang der Seepromenade nach Seewalchen. Auf Säulen und Tafeln stehen zweisprachige Texte, Bildreproduktionen und historische Fotografien - jeweils dort, wo das Motiv entstanden ist. Der Weg ist eben, kinderwagentauglich und dauert im gemütlichen Tempo etwa eine Stunde. Am Ende steht die Villa Paulick in Seewalchen, in der Klimt während seiner Sommerfrische ein und aus ging.
Wer nicht zu Fuß gehen will: Die Schifffahrt bietet sonntags eine Fahrt entlang ausgewählter Klimt-Motive mit kostenloser Führung an.
Die Pfahlbauten - UNESCO-Welterbe im See
Im Uferbereich des Attersees liegen Reste jungsteinzeitlicher Pfahlbausiedlungen. Sie gehören seit 2011 zur UNESCO-Welterbestätte Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen. Zu sehen sind sie an Land: In Seewalchen und in Attersee am Attersee stehen Pfahlbau-Pavillons mit Rekonstruktionen und interaktiven Stationen, die erklären, wie hier vor rund 6.000 Jahren gelebt wurde.
Für Familien ist die Kombination am besten: freitags im Juli und August fährt die Schifffahrt den Rundkurs Nord mit Landgang und Führung zum Pfahlbau-Pavillon Seewalchen, samt Bastelmaterial für die Kinder.
Schlösser am Wasser
- Schloss Kammer in Schörfling - das Klimt-Motiv schlechthin, am schönsten vom Wasser aus oder von der Allee. Direkt daneben liegt die Marina Kammer.
- Schloss Litzlberg - steht auf der einzigen Insel des Attersees, gegenüber dem Westufer. Vom Rundkurs Nord aus gut zu sehen.
Sternenpark und Naturpark Attersee-Traunsee
Die Höhen über dem Ostufer gehören zum Naturpark Attersee-Traunsee und zum ersten österreichischen Sternenpark. Wegen der geringen Lichtverschmutzung ist die Milchstraße hier an klaren Nächten mit bloßem Auge sichtbar. Anlaufstelle ist die Sternwarte am Gahberg oberhalb von Weyregg, die man mit dem Auto in etwa einer Viertelstunde erreicht und die zugleich einer der besten Aussichtspunkte über den ganzen See ist.
Was sich abseits des Ufers lohnt
- Kristallsalzwelt Attergau in St. Georgen - Salzerlebniswelt, gutes Ziel bei Regen.
- Keltenbaumweg in St. Georgen im Attergau - Themenweg zu Bäumen und keltischem Kalender, im Sommer auch mit Kinderprogramm.
- Attergauer Aussichtsturm auf dem Lichtenberg - Rundblick über den Attergau bis zum Höllengebirge, ohne lange Wanderung erreichbar.
- Bierschmiede Steinbach - Braugasthaus am Ostufer mit eigener Herstellung.


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Aktiv am Attersee: Wandern, Radfahren, Segeln und Tauchen
Der Attersee ist keiner der Seen, an denen man nur liegt. Rundherum liegen über 160 Kilometer markierte Wanderwege, ein flacher Radweg um den ganzen See, eines der bekanntesten Segelreviere Österreichs und die vermutlich klarste Tauchstelle des Landes. Der Reihe nach - und mit dem Hinweis, welche Touren für Familien taugen und welche nicht.
Radfahren: einmal rund um den See
Die Seerunde ist rund 48 Kilometer lang und hat nur etwa 270 Höhenmeter - technisch also leicht. Geübte fahren sie in gut zwei Stunden, mit Kindern, Badepausen und Einkehr wird ein ganzer Tag daraus.
Zwei Dinge sollten Sie vorher wissen. Erstens verläuft die Runde nicht durchgehend auf einem eigenen Radweg, sondern streckenweise auf der Uferstraße mit Autoverkehr - der Abschnitt am Ostufer zwischen Steinbach und Weyregg ist der entspannteste Teil. Zweitens müssen Sie die Runde nicht ganz fahren: Mit dem Schiff in eine Richtung und dem Rad zurück ist die klassische Lösung, die Fahrradmitnahme kostet 7,50 €.
Wanderungen für Familien
- Nixenfall bei Weißenbach - der Klassiker mit Kindern. Rund 4 Kilometer, knapp 50 Höhenmeter, etwa eine Stunde, mit Erlebnisstationen am Weg. Mit dem Kinderwagen kommen Sie fast bis zum Wasserfall, die letzten rund 300 Meter sind dafür zu ruppig.
- Gahberg oberhalb von Weyregg - Aussichtsberg mit Sternwarte und Einkehr, den man auch anfahren kann. Der Blick reicht vom Traunstein über das Höllengebirge bis zu Göll und Watzmann. Die kürzeste Variante ist eher Spaziergang als Bergtour.
- Klimt-Themenweg von Kammer nach Seewalchen - flach, am Ufer, kinderwagentauglich, etwa eine Stunde.
- Keltenbaumweg in St. Georgen im Attergau - Themenweg abseits des Sees, gut bei Hitze, weil er im Wald verläuft.
Bergtouren für Geübte
- Schoberstein (1.037 m) ab Weißenbach - rund 580 Höhenmeter, etwa 3 Stunden Gehzeit, gut angelegte Serpentinen. Der bekannteste Aussichtsgipfel über dem See, oben Blick auf Attersee und Mondsee. An einzelnen Stellen ist Trittsicherheit nötig, für Kinder ab etwa zehn Jahren mit Bergerfahrung machbar.
- Kleiner Schoberstein: Finger weg. Der Steig ist nicht mehr offiziell markiert und nicht gesichert, der Fels ist brüchig. Das ist Gelände für erfahrene Bergsteiger, nicht für einen Familienausflug.
- Mahdlgupf-Runde ab Weißenbach - etwa 8 Kilometer, gut 4 Stunden, sehr beliebt wegen der Tiefblicke auf den See.
- Attersee-Klettersteig am Mahdlgupf - lange und schwere Ferrata im Bereich D bis E, mit Kindern kein Thema.
- Hochlecken im Höllengebirge - lange Tour für einen ganzen Tag, mehrere Ausgangspunkte am Ostufer.
Wichtig vor jeder Tour: Der Weg durch die Burggrabenklamm zum Wasserfall ist bis auf Weiteres gesperrt. Der benachbarte Valerieweg hinauf zur Eisenau ist geöffnet. Wegsperren wechseln hier häufiger, weil viel Holzernte stattfindet - die Region veröffentlicht sie laufend auf ihrer Website.
Segeln und Surfen: der Rosenwind
Der Attersee ist seit Jahrzehnten ein festes Regattarevier, und das liegt an einem Wind mit eigenem Namen. Der Rosenwind ist ein thermischer Nordostwind, der bei stabilem Schönwetter am späten Vormittag einsetzt, mit etwa vier Windstärken erstaunlich gleichmäßig weht und bis in den Abend hält. Seinen Namen verdankt er den früheren Rosengärten von Schloss Kammer.
Was Einsteiger wissen sollten: Der Rosenwind erreicht nicht immer den ganzen See. In der Unteracher Bucht am Südende herrscht oft Flaute. Frühaufsteher erwischen dagegen den Oberwind, der bis etwa zehn Uhr vormittags aus dem Weißenbachtal in die Südhälfte fällt. Bei Westwetterlage wird es dagegen böig und anspruchsvoll - dann ist der See nichts für ungeübte Jollensegler.
Segelschulen und Verleihstationen gibt es unter anderem in Attersee am Attersee, Nußdorf, Seewalchen und Weyregg. Stand-up-Paddling und Tretboote bekommen Sie außerdem an mehreren Bädern - das Angebot wechselt, fragen Sie vor Ort oder in Ihrer Unterkunft nach.
Tauchen im klarsten See Österreichs
Mit einer Sichttiefe von bis zu 25 Metern gehört der Attersee zu den bekanntesten Tauchrevieren Mitteleuropas. Der Reiz liegt in den steil abfallenden Wänden am Süd- und Südostufer, wo der Fels unter Wasser weitergeht - und in der Wassertemperatur, die für Taucher schon ab Mai und bis in den November passt.
Zwei Hinweise: Die Pfahlbaustellen im Uferbereich sind Bodendenkmäler und stehen unter Schutz - erkundigen Sie sich bei Ihrer Tauchbasis, welche Bereiche zugänglich sind. Und ein tiefer Alpensee bleibt ein tiefer Alpensee: Unter der Sprungschicht wird es auch im Hochsommer schnell einstellig kalt.

Welcher Ort am Attersee passt zu wem
Der Attersee ist fast 19 Kilometer lang - der Ort, den Sie buchen, entscheidet den Urlaub stärker als bei kleineren Seen. Vom Nordufer bis Unterach fahren Sie gut eine halbe Stunde, und die beiden Enden könnten unterschiedlicher kaum sein: im Norden offenes Hügelland und Infrastruktur, im Süden Felswände und Ruhe.
Nordufer: Seewalchen und Schörfling-Kammer
Seewalchen liegt direkt an der Westautobahn A1 und ist der Ort mit der besten Erreichbarkeit - aus München sind es rund zweieinhalb Stunden. Hier steht das Strandbad mit dem 10-Meter-Sprungturm, hier fließt die Ager aus dem See, hier beginnt der Klimt-Themenweg. Passt zu Ihnen, wenn Sie nur wenige Tage bleiben und keine Zeit mit Anfahrten verlieren wollen.
Schörfling mit dem Ortsteil Kammer ist die kulturelle Adresse: Klimt-Zentrum, Klimt-Garten, Schloss Kammer, Marina. Das Seebad Schönauer hat alten Baumbestand und damit echten Schatten - für Familien mit ganz kleinen Kindern ein unterschätztes Argument.
Ostufer: Weyregg und Steinbach
Weyregg ist die Sonnenseite. Der Ort hat das familienfreundlichste Bad am See - Weyreggulix, solarbeheiztes Kleinkinderbecken, Schwimminsel, Minigolf, Tennis - und daneben mit dem Badeplatz des Landes Oberösterreich die größte kostenlose Liegewiese. Über dem Ort liegt der Gahberg mit Sternwarte. Unsere Empfehlung für Familien mit Kindern unter zehn.
Steinbach ist der ruhigste der größeren Orte: Solar Strandbad, Bierschmiede, wenig Betrieb. Von hier ist es nicht weit zu den Bergtouren im Höllengebirge. Passt zu Paaren und zu Familien mit größeren Kindern, die abends nichts vermissen.
Südufer: Weißenbach und Unterach
Weißenbach, ein Ortsteil von Steinbach, ist der Ausgangspunkt für die Berge: Nixenfall, Schoberstein, Mahdlgupf. Der See ist hier am tiefsten und am kühlsten, die Kulisse am dramatischsten. Für Wanderer ideal, für reine Badeurlauber die schlechteste Wahl.
Unterach liegt am Südzipfel, wo die Seeache vom Mondsee hereinkommt. Ruhiges Familienbad, Freizeitgelände mit Minigolf, und der große Vorteil: Der Mondsee ist nur wenige Minuten entfernt, Salzburg gut vierzig. Wer zwei Seen kombinieren will, wohnt hier richtig.
Westufer: Attersee am Attersee und Nußdorf
Attersee am Attersee ist der touristische Hauptort: Hauptanlegestelle der Schifffahrt, Endstation der Atterseebahn, Erlebnisbad mit Rutsche in den See und der große kostenlose Sprinzensteinpark - alles zu Fuß erreichbar. Der beste Ort für einen Urlaub ohne Auto, und der einzige, in dem Sie abends noch Auswahl beim Essen haben.
Nußdorf ist der Wassersportort: Seebad in flacher Bucht, Bootsverleih, Tauchbasen, Einstiegsstellen für Surfer und Wingfoiler.
Landeinwärts: St. Georgen im Attergau
Wer am See keine Unterkunft mehr findet oder auf den Preis schaut, sollte den Attergau anschauen. St. Georgen liegt rund zehn Autominuten vom Wasser, hat Hallenbad, Kristallsalzwelt, Keltenbaumweg und einen Bahnhof der Atterseebahn. Der Aufpreis für Seenähe entfällt, dafür fahren Sie zum Baden - oder nehmen den Zug.


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Ausflüge in der Umgebung und Programm bei Regen
Der Attersee liegt mitten im Salzkammergut - fast alles, wofür die Region bekannt ist, erreichen Sie in einer Stunde. Das macht ihn zu einem guten Standquartier: Sie wohnen am ruhigen See und fahren zu den bekannten Zielen, statt umgekehrt.
Die lohnendsten Tagesausflüge
- Mondsee - vom Südufer aus in gut zehn Minuten erreicht. Deutlich wärmer und flacher als der Attersee, dazu die Basilika aus dem Film Sound of Music. Der Ausweichplan, wenn das Wasser im Attersee zu frisch ist.
- Wolfgangsee mit St. Wolfgang - rund 40 Minuten. Von dort fährt die Schafbergbahn auf 1.783 Meter, mit einem der berühmtesten Ausblicke Österreichs. Bei Schönwetter unbedingt vorab reservieren.
- Bad Ischl - etwa 30 bis 40 Minuten. Kaiservilla, Lehár-Villa, Konditorei Zauner. Das klassische Schlechtwetterziel der Region, weil vieles davon innen stattfindet.
- Hallstatt - rund eine Stunde. Fahren Sie früh los oder erst am späten Nachmittag, tagsüber ist der Ort im Sommer sehr voll und das Parken teuer.
- Traunsee und Gmunden - etwa 30 Minuten vom Ostufer. Schloss Ort im Wasser, die Grünberg-Seilbahn und die Gmundner Keramik. Beachten Sie den Ruhetag: Schloss Ort und mehrere Betriebe in Gmunden haben dienstags geschlossen.
- Salzburg - von Unterach aus knapp eine Stunde. Gut für einen Regentag mit älteren Kindern, mit kleinen Kindern eher anstrengend.
- Linz - rund eine Stunde über die A1. Das Ars Electronica Center und das Kindermuseum Welios in Wels sind die besten Schlechtwetterziele im Umkreis.
Was tun, wenn es regnet
Im Salzkammergut regnet es öfter, als die Bilder vermuten lassen. Diese Ziele funktionieren am Attersee auch bei schlechtem Wetter, ohne dass Sie weit fahren müssen:
- Kristallsalzwelt Attergau in St. Georgen - Salzerlebniswelt mit Salzgrotte, das nächstgelegene Indoor-Ziel überhaupt.
- Klimt-Zentrum in Kammer - Ausstellung, Klimt-Kino und Café unter einem Dach, gut für ein bis zwei Stunden.
- Pfahlbau-Pavillons in Seewalchen und Attersee - überdachte Stationen, kostenlos oder gegen kleinen Beitrag zugänglich.
- Hallenbad St. Georgen im Attergau - die Lösung, wenn die Kinder trotzdem ins Wasser wollen.
- Salzwelten Hallstatt oder Salzbergwerk Altaussee - unter Tage ist das Wetter ohnehin gleich. Rechnen Sie mit einer Stunde Anfahrt.
- Bierschmiede Steinbach - Braugasthaus mit Einblick in die Herstellung, für Erwachsene der angenehmere Regentag.
Ein Tipp, der Geld spart: Das Strandbad Weyregg ist bei Schlechtwetter frei zugänglich. Wenn der Regen nachmittags aufhört, kommen Sie ohne Eintritt auf die Liegewiese - und der See ist nach einem Regentag oft angenehm ruhig.

Unterkunft am Attersee, Camping und Gästekarte
Die häufigste Unterkunftsform am Attersee ist die Ferienwohnung - für Familien meist die praktischste Lösung, weil Küche und Waschmaschine bei zwei Wochen Seeurlaub mehr wert sind als ein Hotelfrühstück. Daneben gibt es Gasthöfe in den Seeorten, einige größere Hotels am Nordufer und ein dichtes Angebot an Privatzimmern im Attergau.
Worauf Sie bei der Buchung achten sollten
- Eigener Seezugang. Der wichtigste Punkt am Attersee. Weil ein großer Teil des Ufers privat ist, macht es einen echten Unterschied, ob zur Unterkunft ein Badeplatz oder Steg gehört - oder ob Sie jeden Tag zum Bad fahren und Parkgebühr zahlen.
- Entfernung zum nächsten Bad. Zu Fuß erreichbar oder nicht, das entscheidet mit kleinen Kindern über den ganzen Tagesablauf.
- Parkplatz inklusive. In den Seeorten ist Parken im Sommer knapp und fast überall kostenpflichtig.
- Lage zur Sonne. Am Ostufer geht die Sonne früher hinter dem Höllengebirge unter als am Westufer - für den Abend auf der Terrasse relevant.
- Buchungszeitpunkt. Ferienwohnungen mit Seezugang sind für Juli und August oft schon im Winter vergeben. Wer spät dran ist, sucht besser im Attergau und nimmt zehn Minuten Fahrt in Kauf.
Camping am Attersee
Rund um den See liegen mehrere Campingplätze, ein Teil davon direkt am Ufer mit eigenem Badebereich. Zwei Punkte aus der Praxis: Stellplätze in erster Reihe am Wasser sind in der Hochsaison Monate im Voraus vergeben, und die Plätze am Ostufer liegen zwischen Uferstraße und See - fragen Sie nach der Lage zur Straße, bevor Sie buchen. Wildcampen und Übernachten im Wohnmobil außerhalb der Plätze sind rund um den Attersee nicht erlaubt.
Gästekarte und Sommercard
Für die Region gibt es die Salzkammergut Sommercard, die auf über 120 Attraktionen im ganzen Salzkammergut Ermäßigungen bis zu 25 % bringt - unter anderem auf die Attersee-Schifffahrt, wo die Südrundfahrt damit statt 33 € nur 26,70 € kostet.
Rechnen Sie vorher nach: Wenn Sie ohnehin fast täglich baden gehen, ist die Attersee Bädercard für die sieben Bäder am See die wichtigere Karte. Die Sommercard lohnt sich, sobald Sie Schifffahrt, Bergbahnen und Museen in der weiteren Region kombinieren. Manche Unterkünfte geben zusätzlich eine örtliche Gästekarte aus - fragen Sie bei der Buchung danach.
Kurz zusammengefasst
Am Nordufer wohnen Sie am bequemsten und kommen am schnellsten an, am Ostufer am sonnigsten und familienfreundlichsten, am Südufer am ruhigsten und näher an den Bergen, am Westufer am besten ohne Auto. Wer den Preis im Blick hat, sucht im Attergau.

Häufige Fragen zum Attersee
In welchem Bundesland liegt der Attersee?
In Oberösterreich, im Bezirk Vöcklabruck, im oberösterreichischen Teil des Salzkammerguts. Die Region heißt Attersee-Attergau. Am Nordufer liegen Seewalchen und Schörfling, am Südufer Unterach und Weißenbach, am Westufer Attersee am Attersee und Nußdorf, am Ostufer Weyregg und Steinbach.
Ist der Attersee der größte See Österreichs?
Er ist mit 46,2 km² der größte See, der vollständig auf österreichischem Staatsgebiet liegt. Größer sind nur Bodensee und Neusiedler See, die sich Österreich mit Nachbarstaaten teilt. Innerhalb des Salzkammerguts ist der Attersee der mit Abstand größte See.
Wie tief ist der Attersee?
Maximal 169 Meter, im Mittel 85 Meter. Damit ist er nach dem Traunsee der zweittiefste See Österreichs. Diese Tiefe ist der Grund für die Wasserqualität - und dafür, dass der See sich langsam erwärmt.
Wie warm wird das Wasser im Attersee?
Im Hochsommer an den Badeplätzen meist 20 bis 23 °C, in flachen Buchten im Norden zeitweise etwas mehr. Im Mai liegt der See bei rund 19 °C, im September noch bei etwa 21 °C. Wer verlässlich warmes Wasser braucht, ist am benachbarten Mondsee besser aufgehoben oder wählt ein Bad mit solarbeheiztem Becken.
Wo kann man am Attersee kostenlos baden?
Frei zugänglich sind unter anderem der Sprinzensteinpark in Attersee am Attersee, der Badeplatz des Landes Oberösterreich in Weyregg mit rund 15.000 m² Liegewiese, das Freizeitgelände Unterach, das Europabad Weißenbach und die Freibadanlage Litzlberg. Beachten Sie: Ein großer Teil des Ufers ist privat, man kann nicht überall ins Wasser. Parken kostet an den meisten Badestellen extra.
Was kostet die Attersee-Schifffahrt?
In der Saison 2026 kostet der Rundkurs Nord 22 € für Erwachsene und 11 € für Kinder, der Rundkurs Süd 33 € und 16,50 €, die Große Seerundfahrt um den ganzen See 41 € und 20,50 €. Kinder unter 6 Jahren fahren gratis, maximal zwei pro Begleitperson. Hunde kosten 5,50 €, Fahrräder 7,50 € Aufpreis.
Darf man Hunde mit an den Attersee nehmen?
In die sieben Bäder des Bäderverbunds nicht - dort sind Hunde ebenso wie Grillen ausnahmslos verboten. An den öffentlichen Badeplätzen gelten die örtlichen Regeln, achten Sie auf die Aushänge. Auf den Schiffen sind Hunde gegen Aufpreis erlaubt.
Kommt man ohne Auto an den Attersee?
Ja, besser als an den meisten Salzkammergut-Seen. Aus Deutschland fahren Sie mit der Bahn bis Attnang-Puchheim oder Vöcklamarkt, von dort bringt Sie die Atterseebahn in wenigen Minuten nach Attersee am Attersee. Bad, Sprinzensteinpark und die Hauptanlegestelle der Schifffahrt sind vom Bahnhof zu Fuß erreichbar, weitere Orte am See erreichen Sie mit dem Schiff.



